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Drucken Top Mitteilung von Berlin Thunderbirds vom 08.10.2013

T-Birds bleiben in der GFL-Juniors

Relegation der T-Birds erfolgreich!

Kurz zur Ausgangslage der beiden Teams:

Während die Gäste aus Spandau in den letzten Wochen Spiel nach Spiel absolvierten, bedingt durch eigene Planungsengpässe, Absagen der Gegner und der Wettersituation diesen Jahres und sich bei nur einer Niederlage in dieser Saison nach dem Sieg über den Regionalligameister Nord, den Fighting Pirates aus Elmshorn, welche man am Sonntag vor diesem Spiel deutlich in Elmshorn besiegen konnte, erwartungsgemäß für dieses Spiel qualifizierten, sprich bis dato das Saisonziel erreichten, so war die Ausgangslage beim Gastgeber eine völlig andere.

Die Thunderbirds, die sich im letzten Jahr noch im Qualifikationsspiel den Dresden Monarchs (via FG (Fieldgoal) kurz vor Spielende…) geschlagen geben mussten, bekamen die Chance, in der 2013 erweiterten GFL-Juniors nachzurücken. Nach einer ausführlich genutzten Bedenkzeit entschied man sich zu diesem Schritt.
Von dem Zeitpunkt an stand der Kleinste GFL-Juniors Club der abgelaufenen Saison unter Dauerbeobachtung und Dauerdruck.
Die meisten Experten und Kenner der Szene wussten sofort, dass die Thunderbirds nicht antreten würden.
Wenn doch, dann keine Spiele gewinnen würden.
Falls doch, Tabellenletzter werden würden.
Falls nicht, aber in jedem Fall der Absteiger sein würden.
Und falls das auch nicht, aber in der Relegation spätestens untergehen würden.

Aus neutraler Sicht bleibt nur festzustellen, dass im Schüleralter A-Jugend, sprich 16 - 19 Jährige, eine Mannschaft nach 6 Spielen in Folge in einer „englischen Woche“ und die andere Mannschaft nach über 4 Monaten Spielpause anzutreten hatten. Inwieweit also ein wirklich sportlicher Vergleich vorliegen würde, ist mehr als zweifelhaft und es bleibt nur zu hoffen, dass die entsprechenden Verantwortlichen eine solche Wiederholung zu vermeiden suchen. Wie die Head Coaches der beiden Teams es verantwortet haben, dieses Spiel durchzuführen, wollen wir an dieser Stelle nicht ergründen. Fest stand, man spielte nach den gegebenen Regelauslegungen der Verantwortlichen und basta.
So wundert es nicht, dass die stärkste Teamleistung auf dem Platz von der mit viel Fingerspitzengefühl (etwas, was wir in diesem Jahr im Jugendbereich oft schmerzlichst vermisst haben) agierenden Hauptschiedsrichterin Katrin Bartels, die vom anwesenden Schiedsrichterobmann Christoph Meyer für diese Partie angesetzt worden war und ihrer Crew geleistet wurde. Wie schwer es ihnen fiel, dieses Spiel über die Zeit zu leiten, zeigten die 5 - 6 zurückgenommenen Flaggen. Etwas, was allerdings Schule machen sollte, da oft sehr forsch agierende Kollegen nicht ganz den Überblick über eine Szene haben, wie sie sich einbilden bzw. eingebildet haben. Gerade in spielentscheidenden Szenen bewies die Crew die nötige Ruhe, auch unpopuläre Entscheidungen zu treffen und trug damit entscheidend dazu bei, dass dieses Spiel nie drohte, aus dem Ruder zu laufen, was bei der fühlbaren Spannung und im Spielverlauf nicht hoch genug zu bewerten ist. So wurde jede der 30 Flaggen für 275 yards im Spiel dem Team begründet, die Optionen dem anderen Team ausführlich erklärt und auch genügend Zeit zur Entscheidung eingeräumt. Wie nicht anders zu erwarten, hatten die Thunderbirds bei den Strafen die Nase vorn (20 Strafen für 180 yards), was bedingt durch die lange Spielpause auch keinen überraschte. Die „Strafenkönige“ waren wieder die Spieler mit den schlechten Trainingsbeteiligungen, auch hierbei keine Überraschung. Trotzdem soll hier nicht der Eindruck eines unfairen Spieles aufkommen, wenn man aber auch einräumen muss, dass die Grenze der Regeln von beiden Seiten sehr genau ausgelotet wurde. Ebenfalls nicht unerwartet waren die delay of game, false starts und offside Strafen, da beiden Teams der Druck und den Spielern damit die Nervosität anzumerken war.
Ein letzter Satz vor dem eigentlichen Spielbericht noch zum Auftreten beider Teams:
Während sich die 28 Bulldogspieler laut und lange vor dem Spiel in ihrer Feldhälfte aufwärmten, waren die Thunderbirds wie gewohnt später und kaum hörbar sehr konzentriert wirkend auf dem Platz unterwegs und blieben auch dann dort, während man auf die Bulldogs beim Coin Toss warten musste.

Wer also dachte, dass die Bulldogs gleich nach dem Kick-off über die Thunderbirds rüberlaufen würden, sah sich enttäuscht. Natürlich merkte man der Offense der Bulldogs ihre Routine an, aber #44 Fabian Streckfuß stellte lautstark seine Defense immer wieder gut auf. Man hatte die Vorbereitungszeit der letzten Tage doch offensichtlich gut genutzt und die richtigen Formationen gewählt. Anders war der Offense der Thunderbirds deutlichst die fehlende Spielpraxis anzumerken, so dass auch hier die Defense die Oberhand behielt. So wurde der Ball im ersten Spielabschnitt munter hin und her gepuntet und das Spiel verlief zwischen den beiden 40 yard lines. Offensichtlich wollten beide HC (Headcoach) keine frühe Entscheidung herbeiführen, wohl auch, um nicht durch einen Fehler die eigene Niederlage zu besiegeln. Leider musste bereits nach dem vierten Spielzug der Center der T-Birds, #69 Christopher Wartenberg verletzt das Spielfeld verlassen, was die T-Birds im Linebereich weiter einschränkte. Der gut agierende QB (Quarterback) der Spandauer setzte dann im zweiten Spielabschnitt seine Passempfänger in Szene, was dann auch dazu führte, dass man für den wieder stark auftretenden RB (Runningback) der Bulldogs weitere Räume öffnen konnte. Vollkommen verdient gingen die Bulldogs dann nach einem guten Drive Mitte des 2 Qtr. via Laufspielzug durch die Mitte in Führung. Die Defense reagierte etwas hektisch nach diesem Play und übersah die Aufstellung der Bulldogs, so dass ein vollkommen alleine stehender WR den Ball für weitere 2 Punkte fangen konnte. Während der gemeine Zuschauer denken konnte, dass der Bann jetzt für die Bulldogs gebrochen wäre, übersah die Saisonerfahrungen der T-Birds Defense vollkommen.
Ab diesem Zeitpunkt wurde die Defense der T-Birds immer stärker und zum entscheidenden Mannschaftsteil auf dem Platz. So kam eine der spielentscheidenden Szenen kurz vor der Halbzeit, als die Bulldogs nach einigen Back to Back Turnovers beider Offenses wieder in FG-Range kamen. Zum einen musste ihr starker RB nach einem harten, aber regelgerechten Teamtackle verletzt ausscheiden und kurz darauf wurde im vierten Versuch statt eines FG ein Passversuch gespielt, der von der immer stärker werdenden Defense verhindert werden konnte. Statt mit einer 14 oder 16 Punkteführung gingen die T-Birds glücklich mit nur einem TD Rückstand in die Halbzeit.

Die zweite Halbzeit sah die T-Birds mit dem ersten Ballbesitz. Das Passspiel der T-Birds, welches man heute als nicht vorhanden bezeichnen muss, sah einige vollständige Pässe auf die beiden RB #25 Alexander Engels und den ebenfalls mit einer sehr starken Partie agierenden #35 Kai Sommer. Dieser schleifte auch mehrmals die Bulldogsverteidiger yard um yard nach vorne und puschte damit seine Mannschaftskameraden nach vorne. In dieser Phase des Spiels nutzte auch #17 QB Ruben Schirmer die Blocks seines FB´s, um beherzt Meter um Meter zu erlaufen.
So kam der TD (Touchdown) durch die #25 dann zwar nach einem eher rustikal gespielten Drive, aber vollkommen verdient kurz vor Ende des 3 Qtr. zustande. Die 2 Point Conversion gelang nicht bzw. wurde von den Bulldogs gut verteidigt. Spielstand also 6:8 aus Sicht der Gastgeber.

Die Defense der Bulldogs ließ ihren Gegner weiter ohne großen Druck durch Blitze agieren, so dass es die T-Birds schafften, sich immer wieder der Endzone der Bulldogs zu nähern. In dieser recht spannenden Phase des Spiels erfolgte eine endlose Serie von Time-Outs ohne erkennbares Resultat. Hier die Aufklärung: QB Ruben Schirmer hatte sich bei einem seiner beherzten Läufe eine, wie sich nach dem Spiel herausstellte, Gehirnerschütterung zugezogen und spielte Plays, die weder seine Coaches noch sein Team kannte. Der letzte (erfolglose im Übrigen) FG-Versuch der T-Birds war im Sommer bei den HBD (Hamburg Blue Devils) (7:7, daher die Relegationsteilnahme, sonst wären es die HBD gewesen). Da aber gerade Ruben Schirmer als Long Snapper wie auch Holder Alexander Engels verletzt am Rand lagen und auch Center Christopher Wartenberg nicht zur Verfügung stand, musste also das gesamte FG-Team vollständig umgebaut werden. Das unter diesen Umständen Kicker Mamo Tekeste überhaupt nicht nur den Ball, sondern auch das Tor traf, ließ die T-Birds entsprechend jubeln.

Beim anschließenden Kick off, wir befinden uns inzwischen am Anfang des letzten Spielabschnitts, machte das Returnteam der Bulldogs dann einige folgenschwere Fehler. Erst bekam der Returner den Ball nicht aus der Luft unter Kontrolle, dann lief er von einer zur anderen Seitenlinie, was zur Folge hatte, dass es ein Foul seiner Mannschaftskameraden nach sich zog, welches nach Abschreiten der Strafe die Bulldogs mit ihrer Offense in der eigenen Endzone starten sah. Die T-Birds erkannten ihre Chance und brachten, wie man so schön sagt, das „House“, setzten alles mit einer reinen Manndeckung auf eine Karte und schafften den Safety. Nun kam die erwartete Dramatik richtig auf Touren. Während die Bulldogs Offense, ihres Workhorses beraubt, ihr Heil im Passspiel suchte, wobei einige Bälle durch Hände und Arme der Passempfänger glitten, sich mit wachsender Nervosität rumschlagen musste, (delay of game penaltys) wurde die T-Birds Defense immer stärker und jagte den Bulldogs QB, mit einer Leistenzerrung verlangsamt, über den Platz.
Die Offense der Bulldogs agierte unglücklich, wirkte auch ausgepowert durch die letzten Wochen. Ein Glück, dass sie nach einem Personal Foul gegen die Thunderbirds einen neuen first Down zugesprochen bekam. 4 Plays später und 9 Sekunden vor Schluss schafften die Bulldogs wieder den first down nicht, aber #24 Dennis Binjos (der vorher seinen Gegner bei der Two-Point der Bulldogs „übersah“ und kurz darauf den Safety für die T-Birds machte) machte einen Hit auf den Gegner, der von den Schiedsrichtern als „illegaler Helmkontakt“ geflaggt wurde. Während sich Coach Bobo bereits abwendete und sich am Obst für die Overtime stärkte, brachten die Bulldogs ihr sicheres FG Team auf den Platz. Dass der Kick 1,3 m links am Tor vorbeisegelte, statt den 11 zu 11 Zwischenstand herzustellen, konnte auf dem Platz wohl keiner fassen. Die T-Birds knieten noch einmal ab, bevor Referee Katrin Bartels das Zeichen zum Ball Game machte und das Drama mit einem glücklichen Ausgang für die Thunderbirds und unglücklichem für die Bulldogs beendete.

Unmittelbar nach dem Abklatschen überreichte ein sichtlich erleichterter Vorstand der T-Birds den Spielern Vereinsmedaillen für den ersten GFL-Juniors-Klassenerhalt in der Geschichte des Vereins. Auf der anderen Seite zeigten sich die Bulldogs Verantwortlichen voller Stolz auf das Erreichte, wenn auch natürlich die Trauer über die Niederlage noch überwog.

Coach Bobo, der die MVP Ehrungen seiner Spieler im Abschlusshuddle vornahm, soll dann auch das Schlusswort gehören:
“Some wins are ugly. Aber gewonnen ist gewonnen. Kompliment dafür, das ihr das durchgehalten habt und Kompliment zur heutigen Leistung nach über 16 Wochen Spielpause. Ich möchte noch einmal kurz an die Expertenmeinungen erinnern:
Die T-Birds werden zur Saison nicht antreten, wir sind immer angetreten bis heute, einem Zeitpunkt, wo die anderen Teams schon mit der Vorbereitung auf 2014 angefangen haben.
Wir werden nur verlieren, wir haben ein Drittel unserer Spiele nicht verloren plus den Sieg heute.
Wir werden glatt Absteigen, wir waren in der Relegation.
Wir werden die Relegation verlieren, wir haben sie gewonnen.
Ich habe Euch vorher gesagt, dass es hart werden würde, wenn ich auch selber nicht wusste wie hart, aber wir haben es zusammen bis heute durchgehalten. Das kann uns keiner mehr absprechen, daran wird uns alle, Vorstand, Betreuer, Spieler und Coaches diese Medaille immer erinnern.“

Die T-Birds trainieren jetzt wieder im Winterlager, für die Saison 2014.

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